Montag, 7. Juli 2014

Pep Guardiola: “Katalonien ist meine Heimat und ist nicht Spanien”


In einer Reportage, die der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF ausgestrahlt hat, wurde dem katalanischen Trainer der Satz: “Katalonien ist meine Heimat und Katalonien ist nicht Spanien” in den Mund gelegt, obwohl er dies nicht wörtlich gesagt hat. 

Der Journalist, der die Reportage ausgeführt hat , ist nach Santpedor, dem Geburtsort von Guardiola, gegangen und hat Teile von anderen Videos gesammelt -- wie zum Beispiel eines von La Sexta, in dem der Ex-Trainer des FC Barcelona sagte, dass “[sein] Land Katalonien ist und wenn [er] für Spanien spielte, dann nur, weil die katalanische Nationalmannschaft nicht an internationalen Wettkämpfen teilnehmen kann.”

Der aktuelle Trainer von Bayern München hat den Journalisten Francesc Garriga -- auf den die UEFA die Aufmerksamkeit gelenkt hat, weil er eine Frage auf Katalanisch stellte -- dazu aufgefordert, dies wieder zu tun. 
“Weil die UEFA mich am Vortag ermahnt hat, weil ich auf Katalanisch fragte, mache ich es heute auf Spanisch.” - “Du irrst dich, du kannst es ruhig auf Katalanisch tun,” antwortete Pep Guardiola. Beim Fernsehsender Esport 3 kann man den Dialog sehen, der im Pressesaal des Stadion Santiago Bernabéu zustandekam.

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Montag, 9. Juni 2014

Pep Guardiola

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Mittwoch, 28. Mai 2014

Im Stadion von Espanyol Barcelona ertönt “Shakira ist eine Hure” gegen Piqué







Das Derby Espanyol-Barça durchlebte viel Spannung, sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Plätzen. Zwischen den Gesängen von Gruppen von Fans der Mannschaft Aguirres, hörte man auch “Stirb, Trias!” und “Shakira ist eine Hure” immer dann, wenn Gerard Piqué den Ball berührte.

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Montag, 28. April 2014

Guardiola kämpft für Abspaltung Kataloniens




Der Trainer des FC Bayern München macht sich für die Unabhängigkeit Kataloniens stark. Nun tritt Guardiola in einem Spot auf, der die Loslösung der Region von Spanien fordert. Er tut das auf Deutsch. Von Christoph Cöln


"Wenn wir schon nicht das Land wechseln können, können wir dann wenigstens das Thema wechseln?", soll der irische Schriftsteller James Joyce gesagt haben. Der Autor war zunehmend genervt von der Diskussion über Nationalismus, Spaltung und Unabhängigkeit seiner Heimat.

Nicht so Pep Guardiola. Er ist ein glühender Verfechter der Loslösung seiner Heimat Katalonien vom spanischen Zentralstaat ("Katalonien ist meine Heimat. Und Katalonien ist nicht Spanien").

Der Trainer wechselte zwar kürzlich das Land, aber nicht das Thema. Auch von München aus verfolgt der 43-Jährige die politischen Entwicklungen in seiner Region. Und nicht nur das. In einem am Wochenende in den spanischen Medien veröffentlichten Video (Sehen Sie hier das Video) tritt der Fußballlehrer auf und fordert gemeinsam mit anderen katalanischen Prominenten "das Recht auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung" ein.

Hinter dem Spot steht die Assemblea Nacional Catalana (ANC), eine populäre Bürgerinitiative, die sich für die Unabhängigkeit der autonomen Region Katalonien einsetzt.

Botschaft von der Säbener Straße

Das Besondere: Die Botschaft wird in vielen verschiedenen Sprachen vorgetragen, auf die Art wollen sich die katalanischen Separatisten auch im Rest Europas Gehör verschaffen. Guardiola spricht seinen Part dabei auf Deutsch. Er steht offenbar am Trainingsgelände an der Säbener Straße. Seht her, soll das wohl heißen, unsere Unabhängigkeitsbestrebungen sind nicht nur ein spanisches Phänomen, es betrifft den ganzen Kontinent. Im Freistaat Bayern wird er damit auf offene Ohren stoßen.

Schon zu Zeiten seiner Tätigkeit für den FC Barcelona unterstützte Guardiola die katalanischen Separatisten. Deren mächtigstes politisches Organ ist die Partei CiU (Convergenzia i Unio) mit ihrem Vorsitzenden Artur Mas. Aber auch der frühere Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, saß eine Zeitlang für die von ihm mitgegründete Separatisten-Partei Democracia Catalanaim Regionalparlament Kataloniens und machte sich damit in Spanien nicht gerade beliebt. 

Die Unabhängigkeitsbestrebungen wurzeln in sprachlichen und kulturellen Faktoren, haben aber auch handfeste ökonomische Gründe. Katalonien ist eine der stärksten wirtschaftlichen Regionen Spaniens. Circa ein Fünftel des Bruttosozialproduktes des Landes wird von den 7,5 Millionen Katalanen erwirtschaftet. Zugleich profitiert die Region nur wenig von den finanziellen Leistungen der Zentralregierung in Madrid.

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Samstag, 26. April 2014

Pep und die Politik


Bayern-Trainer fordert katalanische Unabhängigkeit

September 2012- Eine Menschenkette zieht sich durch die Straßen von Barcelona. Goldgelbe Fahnen mit vier roten Streifen werden durch die Luft geschwungen. Rund 1,5 Millionen Katalanen haben sich für die Unabhängigkeit Kataloniens versammelt. Eine Demonstration am Nationalfeiertag mit dem Motto „ Katalonien, neuer Staat Europas“ . Damals unterstützte Josep „Pep“  Guardiola per Videonachricht aus New York die Demonstranten. Seine Botschaft: „Hier habt ihr eine Stimme mehr für die Unabhängigkeit“. 

tausende katalanen demonstrieren am 11.09.2012 in barcelona fuer ein unbabhaengiges katalonien. die separatismus-welle bereitet dem spanischen zentralstaat erhebliche sorgen.
Demonstrationen für die Unabhängigkeit
von Samantha Meier
Recht auf Selbstbestimmung

Jetzt, zwei Jahre später, seine nächste Videobotschaft. „Katalonien ist meine Heimat. Und Katalonien ist nicht Spanien“ sagt der stolze Katalane Guardiola und fordert für die Bürgerinitiative“ Assemblea Nacional Catalana“ (ANC) „das Recht auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung“. Grund für das erneute Auftreten Peps vor der Kamera ist das geplante Referendum zur Loslösung von Spanien. Die Abspaltung hat nicht nur sprachliche und kulturelle Faktoren, die Katalanen wollen auch aus ökonomischen Gründen unabhängig sein. Die Region gilt als stärkster Wirtschaftsmotor Spaniens- ca. ein fünftel des Bruttosozialproduktes des Landes wird hier erwirtschaftet.
So wurden die Stimmen zur Unabhängigkeit Kataloniens mit Beginn der Wirtschaftskrise lauter. Sie fordern volle Steuerhoheit, ihre Steuern sollen in der Region bleiben.
munich's head coach pep guardiola is seen during the uefa champions league quarter final first leg soccer match between manchester united and fc bayern munich at old trafford stadium in manchester, britain, 01 april 2014. photo: andreas gebert/dpa +++(c) dpa - bildfunk+++
Pep Guardiola will für ein unabhängiges Katalonien kämpfen. (Quelle: dpa)

Der Kampf geht weiter

Mit Fonds will die spanische Regierung Katalonien davon überzeugen, ein Mitglied des Landes zu bleiben. So rettete zum Beispiel der spanische Bankenrettungsfonds FROB die katalanischen Banken mit vielen Milliarden Euro an Kapitalhilfe. Doch die sprachlichen, kulturellen und ökonomischen Differenzen sind groß.

Drei Alternativen haben die Katalanen beim geplanten Referendum im November zur Auswahl. Sie können den Status Quo, den sie seit 1979 besitzen, als „Autonome Gemeinschaft“ beibehalten. Ein Staat innerhalb Spaniens werden oder die volle Unabhängigkeit anstreben. Die Regierung hat zwar den Antrag des geplanten Referendums abgelehnt, doch der Kampf geht weiter. Eines ist sicher: Der überwiegende Teil der Bürger von Katalonien ist unzufrieden mit der spanischen Regierung. Vielleicht treibt der Erfolgstrainer und das prominenteste Gesicht Kataloniens die Unabhängigkeitsbemühungen voran.

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Dienstag, 19. Februar 2013

Katalanisch und nicht katalonisch


Wie halten Sie es mit “Katalonien” und den “Katalanen”? Das Adjektiv “katalanisch” hat niemals ein “o” und die Katalaninnen auch nicht, nur der Landesname! Die Sprache heißt ”Katalanisch”. Ein Blick in den Duden gefällig, S. 568? (Auf Katalanisch steht im Landesnamen ein “u”: Catalunya).
 

Übrigens heißt auch der Barça nicht Barca. Messi, Xavi (‘schawi’), Villa (‘wilja’), Cesc (‘ssesk’) und Puyol (‘puioll’) bedanken sich, wenn man korrekt ‘barssa’ statt falsch ‘barcka’ ausspricht und es auch richtig schreibt. Das C mit dem unten angehängten kleinen Komma ist auf jeder Tastatur mit gedrückter ALT-Taste und den Ziffern 135 auf dem Nummernblock einzufügen. La barca heißt auf Katalanisch “das Boot”, hat also nichts mit Fußball zu tun. Pep Guardiola legt Wert auf seinen katalanischen Vornamen Pep (auf Spanisch hieße er ‘Pepe’). Das hat einfach mehr Pep.
         

Es dürfte sich wohl kaum ein Presseorgan die orthographische Ignoranz erlauben, von Fronzösisch oder von einer fronzösischen Stadt BESANCON (statt richtig Besançon) zu schreiben. So gibt es auch keine Entschuldigung, schluderig mit anderen romanischen Sprachen umzugehen. Das ç wird als scharfes ‘ss’ ausgesprochen. Auch die katalanische Hauptstadt braucht kein englisches (oder spanisches) ‘th’ und keine Begabung zum Lispeln, um richtig ausgesprochen zu werden; sie heißt nämlich einfach ‘barsselona’. (Und natürlich auch nicht ‘bartselona’.)

Kurz und gut: Der in Barcelona beheimatete katalanischste Fußballklub Kataloniens heißt auf Katalanisch Barça!


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