Mittwoch, 14. Januar 2015

Noch immer wird auf eine offizielle Entschuldigung von der spanischen Regierung gewartet!

Am 15. Oktober 2008 veranstaltete die Menschenrechtsorganisation gemeinsam mit dem Büro des Vizepräsidenten der katalanischen Regierung in Barcelona ein Akt zur Wiedergutmachung und zu Gedenken an den Ex-Präsidenten Katalonien, Lluis Companys. Dabei waren unter Anderen die deutsche Konsulin Christine Gläser und der französische Konsul Pascal Brice anwesend.

Für Pascal Brice war die Deportation Lluis Companys' eine deutsche Handlung auf französischem Territorium, die von den Historikern unter allen Umständen aufgeklärt und die Verantwortlichen herausgefunden werden müssten! Die deutsche Konsulin bat daraufhin noch einmal in aller Form um Entschuldigung, wenngleich, wie sie erinnerte, bereits auch Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl bei einem Treffen mit Katalonien Ex-Präsident Jordi Puyol ganz offiziell um Entschuldigung für dieses Verbrechen der Gestapo bat . 

Im Sommer 1940 wurde der damalige katalanische Präsident Lluis Companys in Frank-reich verhaftet, wo er sich zu jenem Zeitpunkt im Exil aufhielt. Kurze Zeit später über-ließen französische Behörden und die deutsche Gestapo Companys an Verantwortliche der Franco-Diktatur. Diese verurteilten ihn zum Tode und ermordeten ihn kurz darauf. Am vergangenen 15. Oktober war der 74. Jahrestag seine Hinrichtung. 

Noch immer wird auf eine offizielle Entschuldigung von der spanischen Regierung gewartet!

An der Veranstaltung nahm ebenfalls der damalige katalanische Vizepräsident Josep Lluis Carod Rovira teil 
und erklärte, dass nach wie vor ausstehe, dass endlich auch Spanien von offizieller Seite Stellung dazu nehme und die Verurteilung Companys' annulliere.

Am 15. Oktober 2009 erinnerte der Bearter katalanischen Regierung in einer außer-ordentlichen Versammlung daran, dass man die Aufhebung des Urteils gegen den Ex-Präsident gefordert habe, die zu seinem Tode führte und auch dem Generalstaatsanwalt Spaniens vorgetragen wurde.

"Wir haben gesagt, wir werden nicht ruhen und es gäbe auch keinerlei Grund dafür, ehe wir nicht die Aufhebung dieses Urteils erreicht haben!“ sagte daraufhin der 128. Präsident der katalanischen Regierung, Montilla! Er betonte ebenfalls, dass dies eine Geste sei, die die katalanische Regierung erwarte und ein letzter Schritt um auch das katalanischer Volk dies betreffend zufrieden zu stellen. In diesem Zuge erinnerte er daran, dass Lluis Companys starb, während er offiziell das Amt des katalanischen Präsidenten bekleidete und wurde einzig aus diesem Grunde von der Franco-Regierung hingerichtet.

Er fügte hinzu, das katalanische Volk habe dies verziehen, aber verzeihen solle man nicht mit vergessen verwechseln, es gäbe nach wie vor ein offenes Kapitel in der Ge-schichte, welches man mit Würde und Anstand schließen sollte!

So wäre, nach Aussage Montillas die Annullierung dieses Urteiles gegen den Ex-Präsident, eine ethische, politische und zu zugleich historisch Bestrebung und es gäbe nun eine rechtliche Chance dazu, die man nicht verstreichen lassen sollte.

Schließlich verwies er ebenfalls auf die politischen Anstrengungen vieler Personen und Organisationen und erinnerte an das Engagement so vieler Katalanen, die auf einen Moment wie diesen 70 Jahre gewartet hätten.

Mit dem Einverständnis de katalanischen Parlamentes hatte der Generalstaatsanwalt beim obersten spanischen Gericht beantragt, dass dieses Urteil überprüft werden solle.

Einen Antrag auf Revision eines solchen Urteils kann nur derVerurteilte selbst, dessen Verwandte oder der Staatsanwalt einreichen. Gemäß der Strafprozessordnung ist der oberste spanische Gerichtshof zuständig wenn es darum geht, angefochtene Urteile neu zu bewerten und wenn nötig aufzuheben.

Im Jahr 2010 stufte die spanische Regierung die Aufhebung des Urteils als "juristisch unmöglich" ein. Die spanische Vizepräsidentin María Teresa Fernández de la Vega, sagte dazu, man werde nicht darüber nachdenken, das Urteil gegen den katalanischen Ex-Präsidenten Lluis Companys zu annullieren.

Übersetzt von Daniel Kahl



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Dienstag, 2. Dezember 2014

„Toro Jubilo" (in etwa „Stiergaudi“), spanische Rohheit in Reinkultur


Medinaceli  ist ein kastilisches Städchen in der Provinz Soria . Schon seit Jahrhunderten findet im November das traditionelle Fest „Toro Jubilo“ statt. Man kennt nicht genau den Ursprung dieses Festes, aber die Anthropologen meinen, dass es von den iberischen Völkern eingeführt wurde, vielleicht schon  im Bronzezeitalter. Im Archiv der Herzöge von Medinaceli kann man lesen, dass 1559 König Philipp II dem Fest beigewohnt hat. Es ist der erste schriftliche Beweis für  diese barbarische Tradition. Im Jahr 2002 hat die Junta von Kastilien-Leon (regional autonome Regierung) das Fest als eines von regionalem touristischen Interesse gekennzeichnet.


Der Stier wird mit einem an den Hörner gebundenen Seil zu einem Pfahl gezogen. Dort wird ihm auf den Kopf ein Metallgestell mit zwei Kugel aufgebunden, die fast eine Stunde brennen werden. Die Kugeln verbrennen dem Tier das Gesicht und Augen und verhindern ihm sogar zu atmen. Das mit Terpentin und Schwefel präparierte Werg brennt fast eine Stunde ununterbrochen, während der Stier in Panik versucht erfolglos dem Feuer zu entfliehen. Die Angst und seine Not sind für ihn fast eine schlimmere Tortur als das Feuer und die Schläge des Mobs. Der Lehm, der ihn als vermeintlicher Schutz gegen das Feuer bedeckt,  verschwindet allmählich. Das Feuer greift seine Augen an und erschwert seine Atmung, er erleidet Verbrennungen  sowohl am Kopf als am ganzen Körper und er kann die Schläge nicht vermeiden , die er unentwegt bekommt. Wenn das Feuer aus ist, ist das Fest zu Ende, und schon ohne Publikum muss der Stier „hingerichtet“ werden. Das ist von der autonomischen Gesetzgebung bestimmt,  um dem Tier ein leidensfreien Tod zu gewährleisten, und um ihn ein Leben zu ersparen, das von den unauslöschlichen Folgen der erlittene Tortur bestimmt wäre. Diese Folgen sind so gravierend, dass man  manchmal den  Stier  nicht „hinzurichten“ braucht, weil er schon vorher stirbt.

Am 15 November um Mitternacht wurde diesmal der Stier Islero gefoltert. Von den 70 Leuten, die dagegen protestierten, wurden vier von der Guardia Civil verhaftet und von 50 weiteren wurden die Personalien festgehalten. Alles um den Sadismus zu beschützen. Eine verkehrte Welt. Die Rohheit wird beschützt und die Menschlichkeit wird verfolgt.


Jordi Vàzquez
@JordiVazquez

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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Helft Katalonien





Helft Katalonien ist eine Gruppe von Freiwilligen, die es sich vor mehr als drei Jahren zur Aufgabe gemacht hat, die katalanische Realität durch die digitalen Medien international zu verbreiten. Die Freiwilligen sind von verschiedenen Nationalitäten und aus verschiedenen Ländern und haben keine leitende oder konkrete politische Ideologie. Sie versichern, dass sie mit keiner politischen Partei verbunden sind. Ihr Hauptziel ist es, über den “versteckten Krieg, den Spanien gegen das katalanische Volk führt” zu berichten, wie die Gruppe bestätigt. Weitere Aufgaben sind, das Recht zur Selbstbestimmung zu verbreiten, eine Volksabstimmung durchzuführen, die katalanische Sprache zu verteidigen und den demokratischen Prozess zu garantieren.

Ihre Mission ist es, “für die Katalanen zu sprechen, die frei sein wollen und die internationale Unterstützung suchen, um sich von dem systematischen Missbrauch des spanischen Staates zu befreien”. Deshalb veröffentlichen sie eigene Artikel und übersetzen Nachrichten, die in den Medien erscheinen, vor allem ins Englische, Französische, Italienische, Deutsche und Spanische, aber auch ins Russische, Niederländische und Polnische.

2013 kam es zu einer Vereinbarung der Zusammenarbeit mit dem Cercle Català de Negocis, um die wirtschaftlichen Aspekte eines unabhängigen Kataloniens zu internationalisieren.

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Samstag, 31. Mai 2014

Ansprache

Liebe Freunde, heute haben wir einen Grund zum Feiern: das Datum und die Frage für unsere Volksbefragung stehen fest. Wir feiern, dass wir am 9. November über die Zukunft unseres Landes entscheiden können.

Es ist WAHR, dass die Frage nicht genau der Vorstellung der 2 Millionen Menschen entspricht, die am letzten 11. September die Straßen Kataloniens bei einer der größten Demonstrationen aller Zeiten füllten. Aber TATSACHE ist, dass die erhoffte Frage in der doppelten Fragestellung enthalten ist.


Es ist WAHR, dass das Datum auch zeitlich nicht so nah liegt, wie wir es uns gewünscht hätten, aber TATSACHE ist, dass der gewählte Zeitpunkt einen politischen Vorteil hat und zudem ein großes symbolisches Gewicht, weil er mit dem 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls koinzidiert.


Aber das Wichtigste ist, dass es ein Datum und eine Frage gibt und wie es dazu gekommen ist: nämlich mit dem Konsens aller parlamentarischer Gruppen, die das Recht auf eine Entscheidung der Katalanen befürworten, und die zudem die große Mehrheit im katalanischen Parlament bilden.


Die Abstimmung ist der Weg. Am 9. November können wir Katalanen unser Recht, über die Zukunft unseres Volkes zu entscheiden, auf die friedlichste und demokratischste Weise, die es gibt, ausüben: mit einer Volksabstimmung.


Falls der spanische Staat dieses demokratische Recht verweigert, wird er vor Europa und der Welt bloßgestellt sein, denn keine Verfassung steht über der Demokratie. Man kann sich nicht Demokrat nennen und dagegen sein, dass ein Volk sein Recht auf Selbstbestimmung ausüben möchte. Allerdings müssen wir eins bedenken: Diejenigen, die dieses Recht in Katalonien verweigern, sind in der Minderheit, die nicht einmal an die 35 Prozent der Abgeordneten herankommt. Im Gegensatz dazu, könnte im spanischen Parlament dieser Anteil die 80 Prozent überschreiten, darunter die Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE). Diese Partei hat bereits angekündigt, dass in einer hypothetischen bundesstaatlichen Lösung für Spanien das Recht auf eine Selbstbestimmung der Katalanen keinesfalls Platz finden sollte. Herr Zapatero, als einer der „fortschrittlichsten” und pro-katalanischen Politiker der PSOE bekannt, und der nach eigener Aussage in Granada als „Katalane” beschimpft wurde, bestätigte vor wenigen Tagen, dass das Recht auf Entscheidung „gegen die Natur” sei. „Gegen die Natur” - Stellen Sie sich das vor! (Sicher auch „gegen die Natur” aus Sicht der Bischofskonferenz.)

Es ist also gut möglich, dass wir uns vor der ersten und einzigen Gelegenheit befinden, um über unserer Unabhängigkeit entscheiden zu können. Lasst sie uns nutzen!

Der spanische Staat hat bereits klargemacht, dass er alles in seiner Macht stehende tun wird, um zu verhindern, dass die Bürger Kataloniens über ihre Zukunft entscheiden können. Aber wir dürfen nicht den spanischen Staat mit dem spanischen Volk gleichsetzen. Uns verbindet viel mit dem spanischen Volk, das wir schätzen und das genau wie wir unter der Unterdrückung einer ausbeuterischen, zentralistischen, rückschrittlichen Oligarchie litt und leidet, unter den Nutznießern pharaonischer Bauprojekte, die uns alle auf die gleiche Weise haben verarmen lassen.

Aber wir haben einen Vorteil: uns vereinen eine eigene, ständig bedrohte Sprache und Kultur. Zugleich haben wir eine bemerkenswerte Zivilgesellschaft, die aktiv, dynamisch und stark ist, und die einen sozialen und politischen Wandel ermöglichen wird. Und vielleicht kann dies auch ein Vorbild für unsere Freunde im spanischen Staat sein, um aktiv zu werden.


Wir Katalanen wollen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen, unsere Ressourcen selbst verwalten und weiterhin solidarisch mit den Einwohnern Spaniens sein, aber auf eine viel effizientere Art und Weise.


Und wir haben Eile, große Eile, denn die Bedürftigsten leiden wie nie zuvor.

Die Menschen meiner Generation haben den demokratischen Übergang erlebt. Wir waren jung und hatten das Privileg, am demokratischen Aufbau des Landes mitzuwirken. Heute haben wir die Möglichkeit, unserer Jugend zu helfen, einen neuen Staat zu errichten: ein freieres, fortschrittlicheres, solidarischeres und dementsprechend auch gerechteres Land. Wir haben eine großartige Gelegenheit vor uns, die begeistert und motiviert.

Worauf warten wir noch?


Wie sagt Miquel Martí i Pol: Es ist alles bereit und nichts ist unmöglich!

Katalanen … Machen wir uns auf.


Hoch lebe Katalonien!





Español

 

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Dienstag, 29. April 2014

Begründung des Vorschlags Lluis Llach gegenüber den Stiftern des Preises





Sehr geehrte Damen und Herren, 

Ihrem Aufruf, einen Vorschlag für den Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung des Jahres 2014 einzureichen, komme ich hiermit gerne nach.

Vorschlagen möchte ich erneut - wie schon im Jahr 2013 - den katalanischen Exilanten, Komponisten, Poeten und Sänger Lluis Llach. Wie kein anderer verkörpert er mit seiner Lebensleistung den Freiheitsanspruch von Individuen und Nationen, Fundament für die internationale Verständigung und Versöhnung in Europa und anderswo. Das zugleich künstlerische und politische Wirken Llachs gehört dem Aufbegehren gegen alle Varianten des Totalitarismus und Imperialismus, dessen Folgen ja besonders nachhaltig an der inneren und äußeren Peripherie der Europäischen Union bis heute zugleich die Freiheit des Einzelnen und die internationale Verständigung zwischen den Nationen bedrohen.

Llachs Lebensleistung kristallisiert sich in seinem berühmtesten und wirkungsmächtigsten Lied L`estaca: 
Lluis Llachs L`estaca hat als inoffizielle Nationalhymne der Katalanen gegen Franco schon seit den späten sechziger Jahren dazu beigetragen, dass die Süderweiterung des demokratischen Europa in Katalonien mit fruchtbarem Nährboden für die doppelte Befreiung von Faschismus und nationaler Unterdrückung rechnen konnte. Zunächst in der Illegalität und im französischen Exil gesungen füllte sie 1985 das Stadion in Barcelona. Das historische concert per la llibertat von 2013 am selben Ort ist ihr Echo. 
Llach trug aber auch - in Deutschland ist das nicht bekannt! - dazu bei, dass die Osterweiterung des demokratischen Europa von Anfang an auf diesem selben Terrain gedeihte. Denn die Estaca wird wenig später in Polen textlich angepasst und und gesungen von Jacek Kaczmarski unter dem Titel Mury zur Hymne der anti-stalinistischen Solidarnosc. Eine ganze Generation, die den Aufstand auf den Lenin-Werften miterlebte, singt dort dieses Lied. 
Wir im Norden mögen leichtfertig die südliche Ausstrahlung des demokratischen Europa auch jenseits des Mittelmeers sich selbst überlassen. Lluis Llachs Estaca übernahmen allerdings auch die international besonders wachen jungen Tunesier in ihrem Freiheitskampf von 2011. Yasser Jradi besorgte dazu die tunesische Fassung, die unter dem Titel Dima Dima zu einer der Hymnen des Arabischen Frühlings wurde, besonders gesungen von Emel Mathlouthi. Bei Llach trennt das Mittelmeer nicht; es verbindet. 
Während wir aktuell mit großer Sorge die imperiale Regression Russlands beoachten, singt in Moskau die freiheitsliebende Post-Putin-Generation schon seit mehreren Jahren die russische Fassung der Estaca. Unter dem Titel Stieni wurde sie von Kiril Medvedev, Gründer, Sänger und Gitarrist der Gruppe Arkadiy Kots ins Russische übertragen. 
Auch im aus Europa exilierten Judentum ist das historische Gedächtnis wach; auch dort folgt man mit Sympathie dem Freiheitsanspruch der Katalanen; so wurde gerade "Lluis Llachs great Catalan anthem L`estaca" unter dem Titel Der Yokh von der bekannten New Yorker Gruppe The Klezmatics in einer sehr schönen Fassung auf Jiddisch aufgenommen. 

Der Ruf nach politischer Freiheit und Völkerverständigung mit und durch Lluis Llach ist allerwegen quicklebendig. Nur wir Deutschen wissen es nicht.

Wenn im Dezember 2014 in Hamburg Lluis Llach der Marion Dönhoff Preis verliehen wird, gilt diese Ehrung also zugleich allen Freunden der Freiheit, die im Geiste Marion Dönhoffs nicht nur den mühsam erlernten und immer wieder gefährdeten Respekt der Deutschen im Umgang mit den Polen, sondern auch den der Russen im Umgang mit den Ukrainern und den der Spanier im Umgang mit den Katalanen im Auge haben. Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Schulte
Berlin, März 2014



Links zu Lluis Llach und den erwähnten Versionen der L`estaca:







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Montag, 14. April 2014

“Respekt“ der Spanier für die katalanische Sprache und die Katalanen





Auf einer Klassenfahrt katalanischer Schüler nach Madrid, um das Pradomuseum zu besuchen: Die Mütter haben ihren Töchtern eingeschärft, dass sie sich zurückhaltend benehmen und aus politischen Diskussionen heraushalten sollen. Insbesondere nichts Katalanisches zur Schau tragen. In der Madrider Metro aber plaudern die Mädchen natürlich in ihrer Muttersprache. Ein älterer Herr ihnen gegenüber herrscht sie an: hier in Spanien hätten Sie gefälligst Spanisch zu sprechen. Ein Mädchen antwortet höflich auf Spanisch, dass sie gerne mit ihm Spanisch reden wolle, aber es sei doch unter Freundinnen etwas ungewohnt, nun plötzlich nicht mehr Katalanisch zu sprechen.

Antwort des Herrn: wenn er noch jünger wäre, würde er ihr eine Ohrfeige herunterhauen (auf Spanisch wörtlich „romper la cara“ – das Gesicht kaputtschlagen). Darauf erhebt sich ein junger Mann von der anderen Sitzbankreihe und bietet sich drohend an, das mit der Ohrfeige könne er gerne übernehmen. Die Mädchen flüchten sich schleunigst in den entgegengesetzten Teil des Waggons.

Diese Anekdote erzählt der Britte Matthew Tree zu Beginn seines katalanischen Buches Com explicar aquest país als estrangers (Wie erklär ich Ausländern dieses Land). Das interessante an der Anekdote ist, dass die Mütter der Mädchen das spanische Verhalten schon als erwartbar voraussahen und gewissermaßen als normal betrachteten.

Ich kann eine selbsterlebte Anekdote hinzufügen: Wir treten am Fuße des Teide, in Tenerife, an einen langen Holztisch im Freien vor einem Berggasthaus, an dem eine sympathische spanische Familie mit ihrem kleinen Jungen sitzt, und fragen, ob wir uns dazusetzen dürfen, was an dieser Stelle üblich scheint. Wir kommen ins Gespräch und werden gefragt, woher wir so gut Spanisch können. Ich erkläre, dass ich als Kind schon Spanisch gesprochen hätte und in Barcelona geboren sei. Antwort, ohne weiteres größeres Überlegen: „Ah, los enemigos!“ ( = „Aha, die Feinde!“) Das war durchaus nicht unfreundlich gesagt; vielleicht sogar mit einem verlegenen Lächeln. Aber es war völlig ernst gemeint: Katalanen sind unerwünscht in Spanien. Das ist einfach eine feststehende Tatsache. Das hat man als Spanier mit der Muttermilch und in der Schule aufgesaugt; auch wenn man überhaupt erst nach Francos Tod geboren ist. Und das schreibt die Mehrheit der spanischen Zeitungen tagtäglich. Für manche spanische Radiosender gehört es zu den beliebtesten Themen, die für hohe Einschaltquoten sorgen.

Auch Matthew Tree erzählt von einem Freund, der auf einer Hochzeitsfeier in Madrid im Gespräch mit einem anderen Eingeladenen das vollkommen ernst gemeinte Kompliment bekam, für einen Katalanen sei er eigentlich doch erstaunlich sympathisch. (Aber ein einziger sympatischer Katalane macht natürlich noch keinen Frühling.)

Die Schriftstellerin Empar Moliner erzählt, wie sie im Taxi vom Flughafen Madrid in die Stadt fährt und ihr Handy klingelt. Ein katalanischer Freund ist am Apparat, mit dem sie auf Katalanisch redet. Der Taxifahrer dreht sich empört um: „Aquí a España hablamos español!” Frau Moliner stutzt, aber entschließt sich, den Mann mit einer Lüge auf den Arm zu nehmen: “Hallo! Ich spreche doch Italienisch!” Antwort: “Ach so, o.k. No pasa nada!” (= No problem.) Der Herr Taxifahrer entscheidet ohne jegliche Gewissensbisse, was für Sprachen seine Kunden reden dürfen.

Matthew Tree erzählt weiter wie zwei Spanier jüngst im Instituto Cervantes in London die Katalanen als eine “colla de jueus”, eine Horde von Juden, bezeichnete. Franco hatte die Roten, also die Sozialisten und Kommunisten, sowie die Katalanen, die Juden und die Freimaurer als die Erzfeinde Spaniens bezeichnet, aber 34 Jahre nach seinem Ableben hätte man doch gedacht, dass so etwas der Vergangenheit angehört.



Es handelt sich bei diesen Ausfällen gegen alles Katalanische nicht um Einzelfälle, sondern um den allen bekannten Normalzustand. Katalanische Verlage rechnen damit, wenn ihre Autoren ins Spanische übersetzt publiziert werden. Es wird so weit wie möglich vermieden, den Autor als Katalanen zu outen. Mehrfach wurden Autoren bedrängt, auf den Satz “Aus dem Katalanischen übersetzt” auf dem Titelblatt zu verzichten.

Ein Justizbeamter des Sozialgerichts Nr. 2 in Badajoz (südwestlich von Madrid) erlaubt sich, einem Gericht in Barcelona folgende Mail zu schicken:

„Wir sehen, dass Ihre e-Mail in einer sehr merkwürdigen und sonderbaren Sprache verfasst ist, die gänzlich von der abweicht, die die offizielle Sprache unseres vaterländischen Territoriums ist. Wir würde Ihnen danken, wenn Sie uns den Text erneut zusenden könnten, aber dieses Mal korrekt verfasst und ohne Orthographiefehler, in der gemeinsamen Sprache unserer Nation, das heißt auf Spanisch, einer Sprache, in der die besten Werke der Weltliteratur geschrieben wurden und mit der die halbe Welt zivilisiert wurde und die praktisch auf der ganzen Welt gesprochen wird.“ Eine sehr zivilisierte Antwort eines Justizbeamten. Wenn diese Antwort öffentlich gemacht würde, könnte der Beamte sicher sein, dass er aus ganz Spanien Anerkennung für seinen gelungenen Scherz bekommen würde.

Der Pädagogikprofessor an der Universitat Autònoma von Barcelona, Enric Larreula, hat in seinem Buch Dolor de llengua (Sprachweh, oder Zungenweh – durchaus mehr als nur Bauchweh) auf 400 Seiten hunderte von Beispielen gegeben, wie man als Katalanischsprecher in Spanien gedemütigt wird. Er spricht von einer “gegen die katalanische Sprache gerichteten Pathologie, die fanatisch, fremdenfeindlich, pervers und krank” ist (S. 22). Aber nicht nur als Katalanischsprecher werden Katalanen in Spanien gedemütigt, sondern überhaupt als Katalanen. Man ist als Katalane in Spanien immer ein Mensch zweiter Klasse, dem schmackhaft gemacht werden soll, dass er ein Mensch erster Klasse, nämlich Spanier werden soll. Franco ist tot, aber sein Erbe lebt fort und wird offenbar fortleben, solange Katalonien ein Land unter spanischer Herrschaft bleibt.

Für die von Francoministern gegründete „populäre“ Partei des regierenden spanischen Ministerpräsidenten Rajoy ist jedes Schimpfen auf Katalonien und die Katalanen ein sicherer Stimmengewinn. Auch führende Mitglieder der zweitgrößten Partei, der Sozialistischen, gebärden sich zum Teil in unerträglicher Überheblichkeit gegenüber den demokratischen Forderungen der Katalanen. Katalonien erscheint ihnen als eine Frau, die man als spanischer Macho zu dominieren hat.

Äußerungen von exponierten Politikern bewegen sich weit unterhalb eines minimalen mitteleuropäischen Standards. Etwa die Äußerung des Vizepräsidenten des europäischen Parlaments, Vidal Quadras, in einer Europaparlamentssitzung im September 2012, den Katalanen bräuchte man nur die staatliche spanische Polizei, die Guardia Civil zu schicken, dann wäre das Thema Unabhängigkeit sofort erledigt. Man bedenke, dass der spanische Abgeordnete damit auf den Fall des Guardia-Civil-Obersten anspielt, der im Februar 1981 fast die spanische Demokratie mit der Schließung des Parlaments und mit einem Militärpusch beendet hätte. Ausgerechnet im Europäischen Parlament wird mit einer militärischen Auflösung eines Parlaments gedroht. Das demokratische Fingerspitzengefühl von Vidal Quadras ist dürftig. Der Europäische Parlamentspräsident Martin Schulz, guter Kenner Kataloniens und Leser und Bewunderer katalanischer Romanciers, konnte nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der spanische Politiker Gregorio Peces Barba, der den ersten Entwurf der neuen spanischen Verfassung mit ausgearbeitet hatte, verstieg sich zu dem Scherz, man müsse Barcelona alle 50 Jahre bombardieren, damit die Katalanen ruhig hielten. Als sei er Besitzer der Iberischen Halbinsel sagte er: wir hätten uns lieber die Portugiesen behalten sollen und die Katalanen laufen lassen. Das ist die spanische Herrenmentalität in der Politik. Man kann sich vorstellen, dass für Katalonien das Zusammenleben mit solchen spanischen Politikern eine Qual ist.

Spanien und den spanischen Politikern der rechten, oft noch franconostalgischen Seite, fehlt, wie der Philophieprofessor der Universität Girona Josep Maria Terricabras sagt, die politische Kultur, die das Existieren und Respektieren von anderen eigenständigen Kulturen in Spanien als Kennzeichen von Demokratie einordnet. Anders sein und denken wird weiterhin als eine Attacke gegen die spanische Einheit empfunden. Der Umschwung zu einer demokratischen Kultur der Toleranz hat nicht stattgefunden.


Prof. Dr. Tilbert Dídac Stegmann

Deutscher Professor für Romanische Philologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Gründer der Biblioteca Catalana, der Katalanischen Bibliothek, in Frankfurt

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Samstag, 12. April 2014

Das Thema der katalanischen Sprache


Ich bin kein Zirkustier, welches von einem Trainer dressiert wurde um Katalanisch zu Sprechen und jetzt soll das Publikum applaudieren und mit Fischen oder Erdnüssen füttern. Ich bin daran gewöhnt andere Kulturen zu erleben, besitze zwei Studienabschlüsse und will so das soziale Leben genießen. Es tut mir sehr leid und ich schäme mich, wenn ich eine Zeitung aufschlage und ein Foto eines Ausländers sehe mit einer großen Schlagzeile wie z.B. : EIN CHINESE SPRICHT KATALANISCH, obwohl er nur zwei Wörter kann. Ob er es spricht oder wie er es spricht sollte nicht im Vordergrund stehen, es sollte selbstverständlich sein. Es ist nicht nötig, hieraus eine Show zu machen.

Ich weiß, dass in Katalonien die Sprach-Thematik komplizierter ist. Diese muss sich durchkämpfen, sich gegen die Spanischen-Sprache behaupten, damit sie nicht verschwindet. Aber anstatt ein paar "besondere Fälle" zu zeigen, sollte man es als selbstverständlich annehmen das in Katalonien Katalanisch gesprochen wird. Dies sollte überall üblich sein. Ein Ausländer spricht Katalanisch weil er es gelernt hat, so wie er auch in England Englisch lernen würde.

Ich spreche Katalanisch weil ich in Katalonien lebe, man braucht keine weiteren Gründe. Wenn jemand in ein Land umzieht, um dort zu leben, ist es selbstverständlich das die Sprache gelernt werden muss, die dort gesprochen wird. Wenn diese Person es nicht will, kann sie keiner dazu zwingen. Aber diese sollte mindestens die Kultur respektieren, in welcher sie lebt.

Ich komme aus Polen und spreche Katalanisch, aber ich beherrsche auch Spanisch, Englisch … Das ist nur eine der vielen Fähigkeiten welche ich in meinem Leben erworben habe und ich hoffe das ich weiterhin viele neue erlerne.


Anita Janczak

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Samstag, 5. April 2014

Lluis Llach Träger des Marion Dönhoff Preises 2014?



Aufruf zur Unterstützung des Vorschlags Lluis Llach:


DIE ZEIT ruft ihre Leser jedes Jahr auf, Vorschläge für den „Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung“ einzureichen. Die drei Stifter – die Wochenzeitung DIE ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Marion Dönhoff Stiftung – halten mit dem Preis das Andenken an Marion Gräfin Dönhoff wach. In ihrem Sinne sollen Menschen geehrt werden, die „wissen worum es geht“. Es werden ein Ehren- und ein mit 20 000 Euro dotierter Förderpreis verliehen. Mit dem Preis werden Menschen und Organisationen geehrt, die im besonderen Maße zur dauerhaften internationalen Verständigung und Versöhnung zwischen Völkern und Nationen beitragen. Die feierliche Verleihung des Preises findet Ende des Jahres in Hamburg statt.


Mein Vorschlag, im Jahr 2014 Lluis Llach für seine Lebensleistung als Preisträger des Jahres 2014 zu ehren, liegt den Stiftern des Preises bereits vor (siehe unten). Bitte unterstützen Sie diesen Vorschlag unter Verwendung der folgenden E-Mail-Anschriften:

marion-doenhoff-preis@zeit.de
grosse-homann@zeit.de Alle Freundinnen und Freunde Kataloniens sollten diese Gelegenheit nutzen, der deutschen Öffentlichkeit das Anliegen der katalanischen Demokratiebewegung im entscheidenen Jahr 2014 nahezubringen.

Dr. Martin Schulte


Gründungsmitglied des Casal von Berlin

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Freitag, 21. März 2014

Die letzten Mandäer, ein aussterbendes Volk

Die Mandäer sind Anhänger einer religiösen Doktrin Johannes des Täufers, den sie für den Messias halten. Sein Glaube ist gnostisch. Die Anhänger der Gnosis erretten sich nicht, wie die Christen, durch ihren Glauben sondern durch die göttliche Erkenntnis (manda heißt „Erkenntnis“). Dies erlaubt, dass der Mensch sich selbst und mit Hilfe der Mystik, der Ethik und den Riten erretten kann. Somit ist nicht alles von der Göttlichkeit abhängig. Das heilige Buch der Mandäer ist die Ginza (oder auch Sidra Rabba). Es wird die Polygamie akzeptiert und, wie auch bei allen anderen Gnostikern, geht man davon aus, dass die Seele vom Körper eingenommen ist.

Die mandäische Religion ist eine tausendjährige und trotzdem eine Minderheitenreligion. Zwei Jahrhunderte nach dem Tod von Jesus Christus sind die Mandäer aus dem heutigen Israel nach Mesopotamien geflohen. Dort überlebten sie und bewahrten den Glauben und die Sprache, das Mandäisch, einem aramäischen Dialekt. Sie lebten immer in der Nähe von Flüssen um ihren wichtigsten mystischen Akt ihrer Doktrin ausführen zu können: die reinigende Taufe.

Nach 20 Jahrhunderten fanden sie sich versunken mitten im Szenario moderner Kriege, in dem sie an doppelter Verfolgung leiden. Die Verfolgung im Irak war insbesondere grausam seit der Interventionen der USA, welche der religiösen Toleranz des Baath-Regimes von Saddam Hussein ein Ende setzte. Mandäer waren Ziel eines Genozids, der sie zwang entweder zu konvertieren, zu sterben oder zu flüchten. Die seinerzeit im Irak lebenden 60.000 Mandäer wanderten in den Westen oder nach Syrien. Heute sind von dieser Anzahl aus dem Jahr 2003 nur noch 10% übrig. Sie gelten als die letzten Gnostiker beziehungsweise als die letzten Essäer.

Viele Flüchtlinge wanderten nach Syrien, wo ebenfalls die religiös-tolerante Baath-Partei regierte. Hier konnten sie einige Jahre leben bis die Rebellenmilizen, wieder von den USA mit Waffen aufgerüstet, sich gegen Assad auflehnten um mit Gewalt den Islam durchzusetzen. Aus diesem Grund fordern die Mandäer den Status quo Syriens wiederherzustellen. Möglicherweise aber ist es bereits zu spät und die wichtigsten, verbleibenden, mandäischen Gemeinschaften sind die der Diaspora im Iran beziehungsweise jene in Kanada, USA und Australien. So ist sicherlich ihre tausendjährige Kultur vom Aussterben bedroht. Erstaunlicherweise haben sich auch die syrischen Christen und die kurdische Minderheit, wie die Manäer, gegen die Rebellen positioniert, welche die ethnischen und religiösen Minderheiten enthaupten und exekutieren und somit das zerbrechliche Gleichgewicht, dass die Baath-Regierung aufrechterhielt, zerstörten.


Jordi Vazquez

@Jordi Vazquez

Herausgeber von „Help Catalonia“ und Autor von „Die schottische Nationalbewegung“

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Freitag, 14. Februar 2014

Juan Diego, Schauspieler aus Madrid, heizt das Netz an mit einem kritischen offenen Brief an die spanische Regierung und mit Unterstützung für die katalanische Unabhängigkeit

Wenn es um Katalonien geht, dann kommen nicht nur Vorwürfe und Unverständnis aus Spanien. Im restlichen Staat gibt es auch Menschen, die die Situation der Katalanen verstehen und sie verteidigen nicht nur das Recht auf Entscheidung sondern auch die Unabhängigkeit. Dies ist der Fall eines bekannten spanischen Schauspielers, Juan Diego, der in den letzten Tagen gesehen hat, wie sich sein Name im Netz verbreitet. Grund ist ein offener Brief, den der Schauspieler auf seinem Blog „Spanien Kaputt“ veröffentlichte und in dem er seine Traurigkeit über den Konflikt zwischen Katalonien und Spanien darlegt. Diego kritisiert die Regierung von Rajoy, dass diese „seit Jahren mit einem ,Nein’ antworte“. Nein zu allem, zum sich Setzen und gemeinsamen Sprechen, zu einer Verbesserung der Finanzierung, zu einem gerechteren Solidarausgleich und nun zur Volksbefragung“. Er rechtfertigt das Recht der Katalanen unabhängig zu werden als Antwort auf die kontinuierlichen Misshandlungen von Seiten der spanischen Regierung: „Ich bin kein Katalane, ich bin Madrider und es macht mich traurig zu sagen, dass ich sie verstehe, denn um so fortzufahren ist es besser allein fortzufahren. Ich will auch nicht dort sein, wo man mich nicht achtet“.

Das Schreiben, das sich viral im Internet verbreitet und welches in allen Arten von Kommunikationsmedien und Blogs widerhallt, hat viel Applaus aus Katalonien erhalten, von wo aus man den Mut des Madriders mit öffentlichem Bekanntheitsgrad wie Juan Diego schätzt, mit dem er dem Status Quo den Rücken kehrt. Jedoch erntet er auch scharfe Kritiken seitens spanischer Bürger, die nicht tolerieren, dass ein Nicht-Katalane die Causa der Unabhängigkeit unterstützt.

Die ungezwungene Ehrlichkeit und Klarheit von Juan Diego mit der er seine Sichtweise darlegt, die soliden Argumente, die selbst gegen seine eigenen Gefühle verstoßen und die wiederholenden Klischees meidend, die immer wieder vom spanischen Unionismus zugeworfen werden,  sind der repräsentative Beweis für eine Strömung, die offensichtlich in Spanien in der Minderheit ist. Aber sie existiert und sie beweist, dass die katalanische Unabhängigkeit auch jenseits des Ebros Unterstützung findet (zu oft bedrängt und zum Schweigen gezwungen).

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Sonntag, 26. Januar 2014

Die jungen Stimmen des Palau de la Música Catalana Barcelona


Der Cor Jove de l'Orfeó Català besteht aus insgesamt 58 Sängern im Alter zwischen 16 and 25 Jahren. In diesem Konzert wird der Chor ein abwechslungsreiches Repertoire mit Werken von Robert Schumann, Edward Elgar und zwei katalanischen Komponisten darbieten: Antoni Nicolau, einer der bedeutendsten Komponisten der Post-Romantik der katalanischen Musikszene und Albert Guinovart, Komponist zahlreicher V...okal- und Instrumentalstücke und - wie in diesem Konzert - von Arrangements traditioneller Musik.

Programm:
Robert Schumann: Requiem für Mignon
Albert Guinovart: Quatre tradicionals catalanes (Vier Katalanischer Volkslieder)
Antoni Nicolau: La mort de l’escolà (Der Tod des Chorknaben)
Edward Elgar: From the Bavarian Highlands (Szenen aus dem bayerischen Hochland)

Karten: 26/23/20 €, Loge 30 €
Kinder und Jugendliche 19/14/9 €


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Dienstag, 21. Januar 2014

Wieder einmal wurden die katalanischen Bürger im eigenen Haus in Bezug auf ihre Sprache diskriminiert

Das Arbeitsgericht Nr. 11 von Barcelona hat den Antrag des Anwalts Miquel Prats verweigert, Katalanisch als Sprache während des gerichtlichen Prozesses zu verwenden. Dabei stützt sich der Anwalt auf das Gesetz, dass erlaubt die Sprache für die jeweilige Bearbeitung auszuwählen. Die Tageszeitung El Punt Avui erklärt heute, der Antrag des Anwalts sei durch eine Verfügung seitens des Justizsekretariats am vergangenen 13. Oktober abgewiesen worden. Dieses Schreiben legt dar, dass die Anfrage nicht akzeptiert werden kann, da „ Spanisch die offizielle und gemeinsame Sprache des ganzen Staates sei ohne Beeinträchtigung des Rechts für eine der beteiligten Parteien bei Gebrauch einer der anderen Amtssprachen“.

Dieselbe Tageszeitung schreibt auch, dass im Anschluss an diese Antwort der Anwalt seine Beschwerde bei der Regierungsvertretung am katalanischen Gerichtshof präsentierte. Hierin erinnert er an die aktuell gültige Gesetzgebung, die Rechtsprechung und ein Abkommen mit dem Gerichtshof selbst bezüglich dieser Frage, die für sein Anliegen bürgen.



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Freitag, 20. Dezember 2013

Sechs Monate Gefängnis, 1000 Euros Bußgeld und Entzug der Fahrerlaubnis




Carles Mateu Blay, gebürtig aus Almenara in Castellón, der letzten Dezember in Almassora mehr als drei Stunden in einer Alkoholkontrolle festgehalten worden war, weil er Katalanisch gesprochen und sich geweigert hatte mit zwei Polizisten der zentralstaatlichen Guardia Civil auf Spanisch zu sprechen, ist nun wegen Ungehorsam vor Behörden zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten und zum Entzug seiner Fahrerlaubnis für ein Jahr und einen Tag verurteilt worden.


In erster Instanz war er freigesprochen worden, aber das Landesgericht beschloss, den Freispruch aufzuheben, nachdem es der Berufung durch den Staatsanwalt stattgegeben hatte. Dieser hatte behauptet, dass der Beschuldigte die Polizeibeamten absichtlich durch einen sprachlichen Konflikt verwirrt hätte, um der Alkoholkontrolle zu entgehen bzw. diese zu verzögern. Außerdem wurde die Anzeige, die Mateu wegen ungerechtfertigter Anzeige gegen ihn erstattet hatte, zu den Akten gelegt.

Der Tathergang ereignete sich am vergangengen 21. Dezember um 17 Uhr als Mateu auf dem Weg war, seinen Sohn von der Schule abzuholen. Hinter Almassora wurde er von einer Guardia Civil Patrouille zu einer Alkoholkontrolle gestoppt. Mateu richtet sich auf Katalanisch (Sprache mit offiziellem Status in der Autonomie von Valencia) an die Polizisten, die sich ihrerseits mit ablehnender Haltung nur auf Spanisch an ihn richteten. Mateu führte das Gespräch trotzdem durchgehend auf Katalanisch. Dies irritierte die Polizisten schließlich derart, dass sie ihn mehr als drei Stunden lang festhielten und ihm drei Strafzettel ausstellten (mit Sanktionen von insgesamt 1000 Euro und 12 Punkten in der Fahrerlaubnis), bevor sie ihn dem Gutachten eines dritten Agenten übergaben. Dieser zeigte sich überrascht, als er die Anzeigen seiner Kollegen gegen Mateu wegen Nichtanschnallens im Auto, Nichttragens der Warnjacke und wegen Verweigerung der Alkoholkontrolle sah. Alle drei Anzeigen wurden von Mateu von Anfang an zurückgewiesen, der den Fall vor Gericht brachte. Dank der Zeugenaussage des dritten Polizeibeamten, der bestätigte, dass Mateu tatsächlich die Warnjacke trug und die Alkoholkontrolle vor Ort gemacht hatte, gewann Mateu den Prozess. Trotzdem hat Mateu nach der Berufung durch den Staatsanwalt und dem neuen Urteil des Landesgerichts erleben müssen, wie die Tatsache, dass er sich auf Katalanisch an zentralstaatliche Polizeibeamte wandte zu einem Urteil gegen ihn mit einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe und dem Entzug seiner Fahrerlaubnis für ein Jahr und einen Tag geführt hat.

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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Regelrechte Verfolgung des Katalanischen auf den Baleareninseln





Die Sprachverordnung vom 19. April 2013, die die balearische Regierung beabsichtig in den Grund- und weiterführenden Schulen der balearischen Inseln umzusetzen, kann nicht anders interpretiert werden als einen frontalen Angriff auf das katalanische Schulwesen in diesen Gebieten.

Das sogenannte TIL, das Dekret, welches eine integrierte Behandlung der Sprachen fördern soll, verteidigt den gleichwertigen Gebrauch von Katalanisch, Kastellanisch und Englisch in den Schulen. Dies jedoch zwingt die Schulen und Institute der Inseln dazu, die aktuellen sprachlichen Projekte der jeweiligen Zentren, die darauf abzielen, die in den einzelnen Gemeinden jeweils unterlegene Sprache zu fördern, und die auch die Zustimmung des Bildungsausschuss, zusammengesetzt aus Lehrern, Schülern, Eltern und nicht pädagogischem Personal, erhielten, zu modifizieren. Aufgrund der Tatsache, dass in den meisten Fällen Katalanisch die Sprache ist, die besonderer Förderung bedarf, reduzieren sich nun mit der Verpflichtung zur Steigerung der Präsenz der anderen Sprachen die Möglichkeiten zum Erlernen von Katalanisch.

Ein weiterer Umstand ist die Geschwindigkeit, mit der die neuen Regelungen laut balearischer Regierung in Kraft treten soll: bereits zum Schuljahr 2013/2014. Hiermit konnten viele Bildungszentren weder ihre Ausbildungsmittel noch ihre Lehrer angemessen vorbereiten.

Drei Schuldirektoren aus Mahón, die sich den Veränderungen ihrer Projekte entgegenstellten, sind vom Dienst ohne Gehaltszahlungen suspendiert. Aber es sind nicht nur 3 Schulen, die sich weigerten auf Katalanisch als Verkehrssprache zu verzichten. Viele andere Bildungszentren auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera wollten nicht, wie das Kultusministerium verlangte, gegen die Beschlüsse der Bildungsausschüsse verstoßen und sind, unterstützt von der ganzen Bildungsgemeinschaft, in den Streik getreten. Die Gewerkschaft STEI, die stärkste in diesem Sektor, erklärte, dass „ mit dem Gesetz in der Hand, können wir bestätigen, dass diese Direktoren die geltende gesetzliche Regelung eingehalten haben und nichts rechtfertigt diese unverhältnismäßige, ungerechte und vermutlich illegale Haltung des Kultusministeriums gegenüber den Direktoren“.

Das Landesgericht der balearischen Inseln setzte das Dekret einstweilig am 6. September aus. Die Regierung der Inseln veröffentlichte aber bereits am Tag darauf eine Notverordnung, um das Dekret noch im gängigen Schuljahr zur Anwendung zu bringen. Notverordnungen sind vorgesehen für außergewöhnliche Situationen mit dringender Notwendigkeit. Zur Zeit jedenfalls dauert der Streik mit wesentlicher Beteiligung auf den Inseln fort.

 

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Montag, 23. September 2013

“Eine Bereicherung und ein Zeichen von der Vielfalt Europas”


Nach Berücksichtigung des Änderungsantrags des Eu-Abgeordneten Ramon Tremosa, hatder Kultur- und Bildungausschuss des Europaparlamentseinen Bericht verabschiedet, in dem die Europäische Kommission inständig aufgefordert wird, das Erlernen von bedrohten Minderheitssprachen – zu denen Katalanisch gehört – bereits ab den ersten Lehrjahren zu fördern.
In dem Bericht wird weiterhin die Mehrsprachigkeit als “eine Bereicherung und ein Zeichen der Vielfalt Europas” herausgestellt. Darum sollten bedrohten Sprachen dringend Mittel für den Zeitraum 2014-2020 zur Verfügung gestellt werden. Gut zusammenhaltende, mehrsprachige Gesellschaften fördern die demokratischen Grundsätze nachhaltig – so der Bericht – und leisten einen wichtigen Beitrag zur Pluralität. Ausserdem mache die sprachliche Vielfalt die Gesellschaft offener und rüste sie, um das Allgemeinwohl zu fördern.

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Samstag, 20. Juli 2013

Offener Brief an die Jury des Marion Dönhoff Preises 2013

So war es im letzten Jahr: Der tschechische Außenminister und Vizepremier Karl Schwarzenberg erhielt am 2.Dezember 2012 im Hamburger Schauspielhaus den Marion-Dönhoff-Preis 2012 für internationale Verständigung und Versöhnung. Die Stifter des Preises, die Wochenzeitung «Die Zeit», die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Marion Dönhoff Stiftung hatten entschieden, sein unverdrossenes Eintreten für ein modernes Europa sei vorbildlicht. Er zähle im Sinne von Gräfin Dönhoff zu den "Menschen, die wissen, worum es geht"», sagte der Vorsitzende der Jury, Theo Sommer. Die Laudatio hielt Wolf Biermann.


So wird es, vorausgesetzt die Jury entscheidet sich für den historisch besten Vorschlag, in diesem Jahr sein: Der katalanische Exiliant, Poet, Komponist und Sänger Lluis Llach erhält am 1.Dezember 2013 im Hamburger Schauspielhaus den Marion-Dönhoff-Preis 2013 für internationale Verständigung und Versöhnung. Die Stifter des Preises werden sein unverdrossenes und vorbildliches Eintreten für ein freies Europa gleichberechtigter Menschen und Nationen loben. Denn er zähle im Sinne von Gräfin Dönhoff zu den "Menschen, die wissen, worum es geht"», wird der Vorsitzende der Jury, Theo Sommer, herausstellen. Die Laudatio hält Till Stegmann.




Als seinerzeit die Großelterngeneration der heutigen Meinungsmacher deutscher Medien singend und mordend durch Europa zog, traf ihre ganz besondere Verachtung jene kleineren Nationen Europas, die sich ungebeten erdreistet hatten, auf Kosten der preußisch-deutschen und österreichisch-deutschen Imperien für ihre nationale Eigenstaatlichkeit zu sorgen und sich so gleichrangig neben die Deutschen zu stellen. Als erstes nahmen die Nazis die Tschechen unter die Stiefel. Dann die Polen. 

Als erstes? Nein, die Wehrmacht hatte schon anderswo geübt, die Legion Condor schon das baskische Guernica bombardiert, und gerade Barcelona, die Hauptstadt der Katalanen. Diese Barbarei feiern wir ja bis heute, denn ihr ist immer noch in Berlin die Spanische Allee gewidmet. Dem letzten katalanischen Präsidenten Lluis Companys nahm die Gestapo im besetzten Frankreich die Freiheit, deportierte ihn nach Madrid, ließ ihn von Franco foltern und ermorden. Die Eliten der katalanischen Nation gingen ins amerikanische Exil und gründeten dort ihre Casals. Zuhause wurde die katalanische Nation zerstört. Nicht ganz. Wegen Menschen wie Lluis Llach. 

Die Tschechen waren bei den Deutschen keineswegs beliebter als die Katalanen bei den Spaniern. In seiner Laudatio auf Karl Schwarzenberg stellte sich der deutsche Liedermacher aus jüdischem Hause Wolf Biermann bei der letztjährigen Preisverleihung dennoch nicht im Geringsten in die Tradition deutscher Tschechenverachtung. Schon gar nicht kam er auf die abstruse Idee, Herrn Schwarzenberg klarzumachen, dass er ja eigentlich gar kein Tscheche sei, sondern Deutscher und dass es eine tschechische Nation ja sowieso gar nicht gäbe. Dafür hätte er im Hamburger Schauspielhaus auch keinen Applaus bekommen. Nicht mehr.

Ganz im Gegensatz dazu erfreut sich die Katalanenverachtung in den Redaktionsstuben deutscher Zeitungen weiterhin großer Popularität. Warum geben die Katalanen aber auch keine Ruhe? Eine katalanische Nation existiert doch nicht wirklich, wird dort in frankistischer Tradition geraunt. Und Nationen seien sowieso nicht mehr up to date. Schon gar nicht die kleinen, kleinere als die deutsche. Kleine Nationen sind nationalistisch. Große Nationen sind postnational. Fazit: Nicht die andauernde spanische Hegemonie über ihre katalanischen Nachbarn sondern der Widerstand dagegen steht unter Verdacht. Eine Katalanische Allee in Berlin? Das fehlte noch!

Am allerliebsten schweigt man die Katalanen tot. Ganz Im Geiste Francos. So schwätzt zuletzt die Print-Ausgabe der ZEIT vom 4.7.2013 eine ganze Seite lang von dem "spanischen Prinzen" Pep Guardiola. Das tatsächlich historische Concert per la Llibertat vom 29.6.2013 im randvollen Camp Nou Stadion in Barcelona aber, zugleich Ehrung der Lebensleistung von Lluis Llach und Vorbereitung auf die katalanische Menschenkette am 11.9.2013, verdient aus Hamburger Sicht keine Zeile Druckertinte. Schon den 11.9.2012 - Tag der größten politischen Demonstration Europas nach 1945! - hatte die ZEIT-Redaktion aus der Print-Ausgabe gelöscht.

Warum? Möchten die offensichtlich besonders deutschen postnationalen Nachwuchsjournalisten Ihren verqueren Selbsthass auf wehrlose Nationen projizieren? Oder leiden die Enkel der Nazi-Generation in den Redaktionen der deutschen Zeitungen in Wahrheit nur unter Phantomschwerz? Vermissen Sie - weiterhin imperial geeicht wie ihre Vorväter - die alte Leichtigkeit, mit der man über Tschechen, Polen und Juden herziehen konnte? Wenn man diese nun nicht mehr offen verhöhnen darf, sondern sie stattdessen zu bepreisen hat oder als Laudatoren einladen muß, hat man dann nicht wenigstens im Verein mit Spanien Spaß am Katalanen-Bashing?

Ach was! In Deutschland wird doch heute nicht mehr zwischen Nationen selektiert. Auch die Deutschen haben sich doch an eine pluri-nationale EU gewöhnt. Gerade durfte zum 1.Juli 2013 Kroatien beitreten. Am selben Tag übernahm Litauen die Präsidentschaft des Europäischen Rates. Sie wird den Deutschen am 11.9.2013 - am Tag der katalanischen Menschenkette! - die baltische in Erinnerung rufen. Die ZEIT wird diesmal sogar davon berichten. Auch Deutschland ist lernfähig. Jawohl. 

Wir Deutschen bombardieren Barcelona doch nicht noch einmal. Auch die Ermordung katalanischer Präsidenten und die Vertreibung der Katalanen ins Exil nach Mexiko und Argentinien wird irgendwann von uns nicht mehr als zivilisatorischer Gewinn auf dem Weg zum post-nationalen Europa gewertet. Eines nicht mehr allzu fernen Tages wird sich sogar die politische Redaktion der ZEIT dazu durchringen, den Präsidenten der Republica Catalana um ein Interview zu bitten. In katalanischer Sprache! 

Im Jahr 2013 wird der Muster-Europäer und Komponist der Soldarnosc-Hymne Lluis Llach also doch nicht nur im Camp Nou von Barcelona geehrt. Nein, auch im Hamburger Schauspielhaus. Die Stifter des Marion Döhnhoff Preises werden Lluis Llach dankbar sein, da sie durch ihn in neuem Glanz erstrahlen. Denn die Jury, die diesen Sommer über den diesjährigen Preisträger entscheidet, wird ein Einsehen haben. Auf der Höhe der europäischen Zeit. Bravo!

Dr.Martin Schulte

Gründungsmitglied des Casal von Berlin


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Samstag, 13. Juli 2013

"Salva Catalunya" (Rettet Katalonien), das neue Spiel für Multimedia-Handys, wird mehr als 1000 mal im ersten Wochenende nach ihrer Erscheinung heruntergeladen.


Die neue Anwendung für Mobilgeräte, die vom MinnkStudio von Calella auf dem Markt gebracht wurde, hat eine gute Position im Ranking der AppStore und Google Play erreicht. "Salva Catalunya" ist ein innovatives und süchtig machendes Geschicklichkeitsspiel, wo der Spieler Katalonien vor einem Meteorschauer schützen muss, indem er eine riesige Gummischleuder dafür benutzt. Manche haben es schon das katalanische Angry Birds genannt.

Katalonien ist bedroht
Einer Comicstrip zeigt wie Katalonien, eine kleine Region im Süden Europas, von einem Meteorschauer bedroht ist. Die Katalanen vereinigen sich, um sich von dieser Angriff zu verteidigen. "Salva Catalunya" ist vorhanden für iPhone und Android-Geräte. Das Spiel kann bei AppStore und Google Play komplett kostenlos heruntergeladen werden. Der Zugriff zur erste Ebene des Spiels ist kostenlos, und das komplette Spiel ist für 0,89€ verfügbar.




Link zur Webseite von Salva Catalunya
http://www.salvacatalunya.cat

Link zur Anwendung "Salva Catalunya"

iPhone
http://dom.cat/7me


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